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Clan-Gewalt: Bewaffnete Massenschlägerei bei Kreisliga

  • 14. Mai 2024
  • 1 Min. Lesezeit

Etwa 60 Männer, teils ausgestattet mit Messern, Macheten und Schusswaffen, haben in Altenessen am Wochenende das Spielfeld des Kreisligaspiels zwischen Al Arz Libanon Essen und RuWA Dellwig gestürmt und zwei Polizei-Hundertschaften in Bewegung gesetzt. So wurde die schönste Nebensache der Welt vor allem für Eltern und ihre Kinder zum Schreckensereignis.

 

Dass es „nur“ zwei Leichtverletzte gab, darf nicht den Blick darauf verstellen, dass wiederkehrende Clan-Tumulte und die fast schon zum Wochenend-Ritual gehörenden Attacken auf arglose Bürger immer mehr Menschen dazu bringen, sich aus dem öffentlichen Leben zurückzuziehen oder sogar dazu, sich selbst zu bewaffnen, weil sie ihre eigene Sicherheit von den Behörden nicht mehr gewährleistet sehen. Auch wenn die Polizei tut, was sie kann, sie kann sie nicht überall sein. Deren Überlastung nimmt zu, weil die Ursachen nicht beseitigt werden.

 

Ob beim Einkaufen, in der Bahn, bei Festen, in der Schule, beim Fußball oder im Schwimmbad – es gibt kaum noch einen Bereich im täglichen Leben, an dem nicht mit anlassloser Gewalt gerechnet werden muss. Die sozial schwächeren Stadtteile im Norden leiden besonders darunter. Gerade ihre Bürger sollten nicht weniger geschützt werden als Politiker, die die Entstehung dieser Zustände sehenden Auges zugelassen haben.



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